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Metamorphosen

Metamorphosen

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  • INV004
Die Metamorphosen wurden 1992 komponiert, zunächst in einer Fassung für Akkordeon (1996... mehr

Die Metamorphosen wurden 1992 komponiert, zunächst in einer Fassung für Akkordeon (1996 erschienen beim AUGEMUS Verlag) und 1993 in der hier vorliegenden Fassung für Klavier eingerichtet. Der Gedanke musikalischer Verwandlung ist in diesem Werk von entscheidender Bedeutung. Ein Klang wird harmonisch, melodisch und rhythmisch entwickelt und durchläuft Phasen wie Krebsgang, Klanglagenverzerrung, Verdichtung und Expansion, wobei die jeweiligen Satzbezeichnungen Hinweise auf Form, Charakter, Stimmung oder Klangbild geben. Eine expressive Klanggestaltung eröffnet einen unmittelbaren emotionalen Zugang zum musikalischen Geschehen. Detaillierte Fingersätze und Pedalangaben dienen als Spiel-
und Interpretationshilfen. Kleinere Hände können Akkorde und weitere Griffspannen dezent arpeggieren.

Die Metamorphosen wurden in der Fassung für Akkordeon von Ute Pukropski am 21. November 1993 in Kleve uraufgeführt. Am 20. Februar 1994 fand die Uraufführung der Klavierfassung durch Jesko Brandt in Twistringen statt. Auf der Compact Disc Sonnengesang (erschienen bei GUTINGI 232 im Jahr 2004) hat das rumänische Trio Contraste in einer phantasievollen und farbenreichen Interpretation eine instrumentierte Fassung der Metamorphosen eingespielt. In dem Buch Brennpunkte II (AUGEMUS Verlag, erschienen 2002) finden sich differenzierte analytische Betrachtungen zu jedem Satz der Metamorphosen durch Jesko Brandt.

Christoph J. Keller
Oldenburg, Juli 2005
 


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ISMN: M-50156-004-2
Rezension:

In der Veröffentlichung Brennpunkte II des AUGEMUS Musikverlags findetn sich eine detaillierte Analyse der Konposition von Jesko Brandt.


 

In: üben & musizieren veröffentlichte Romald Fischer in der Ausgabe 4/2006 auf Seite 69 die nachfolgende Besprechung:

Die Metamorphosen wurden bereits 1992 für Akkordeon komponiert und 1993 für Klavier eingerichtet. Im Vergleich zur ursprünglichen Fassung wurden nur geringfügige Änderungen vorgenommen wie z. B. die Auslassung dynamischer Zeichen auf liegenden Klängen, die auf dem Klavier nicht ausführbar sind, oder die Hinzufügung von detaillierten Pedalzeichen. Der Titel weist auf ein zentrales Thema jeder komponierten Musik hin: das der musikalischen Entwicklung, der (unerwarteten) Umgestaltung und Variation, ohne sich jedoch einer konstruktiven Strenge unterwerfen zu müssen.

Ausgangspunkt ist ein „Klang“, der sich in einer gleichmäßigen rhythmischen Achtelbewegung aufbaut, gewissermaßen dahingehaucht in schwebenden, vornehmlich weiten, mit Unterstützung des Pedals gestalteten Intervallen, die eine eigene und doch traditionsverbundene expressive Tonsprache entwickeln. Er verwandelt sich über sieben Sätze (Gesang, Verzerrung, Rückgesang …) hin zu einer klaren, gefestigten harmonisch-melodischen Gestalt, einem in Quart- und Quintklängen ruhig dahinschreitenden Choral.

Auf dem Weg dorthin gibt es in den einzelnen Sätzen melodische, rhythmische, harmonische und aus diesen musikalischen Parametern kombinierte Entwicklungen. Virtuose Elemente finden sich in der „Burleske“, die mit ihrem derben Charakter einen deutlichen Gegensatz zu den anderen Sätzen bildet und auf den ersten Blick wesentlich höhere spieltechnische Anforderungen zu stellen scheint. Doch liegt hier alles gut in der Hand und erscheint oft bekannt, da harmonische und melodische Passagen bereits in den vorherigen Sätzen gegriffen und vor allem gehört wurden, sodass der mittlere Schwierigkeitsgrad der Stücke hier nur leicht überschritten wird. Das Ursprüngliche bleibt in allen Sätzen immer erkennbar „wobei die jeweiligen Satzbezeichnungen Hinweise auf Form, Charakter, Stimmung oder Klangbild geben“, wie es der Komponist im Vorwort treffend beschreibt.

[…]

Beide Kompositionen stehen im mittleren bis gehobenen Schwierigkeitsgrad und sind hervorragend editiert. Sie sind in musikalischer und spieltechnischer Hinsicht vielseitig und anregend, wobei eine expressive Klanglichkeit im Vordergrund steht, deren Ausdruckskraft unbedingt Aufmerksamkeit verdient.

Romald Fischer


 

Insa Oertel stellte das Werk in der Ausgabe 3/2007 der neuen musikzeitung auf Seite 54 vor:

Notentipp

Christoph J. Keller: Metamorphosen für Klavier; Inventio Verlag, Braunschweig 2005, 9,80 Euro; mittlerer Schwierigkeitsgrad

Der Gedanke steter Verwandlung entspricht dem zeitlichen Fluss, dem die Musik per se unterworfen ist. Es sind nicht mehr die Themen, die sich entwickeln (wie bei Haydn) oder die  motivischen Partikel, die sich erst zu thematischen Gestalten herausbilden (wie bei Brahms). Nichts bleibt wie es war und bildet dennoch eine Einheit im Ganzen. Ausgehend von einem fünftönigen Ent-„Wurf“ werden Klangräume durchschritten, die mit 'Titeln wie „Klang“, „Gesang“, „Verzerrung“, „Rückgesang“, „Andacht“, „Tanzillusion“, „Burleske“ und „Choral“ die Ursprungsgestalt facettenreich illuminieren. Dass Rhythmus durch Tonlagenanordnung entsteht, dass „Harmonie“ ein scheinbares Zufallsprodukt im Kosmos des tonalen Chaos ist und dass Melodie entsteht, wenn Tonfolgen im Gedächtnis haften bleiben – das sind Erfahrungen, die den Spieler selbst verwandeln beim Erarbeiten der kunstvoll durchgestalteten Werke Chr. J. Kellers.

Insa Oertel

Einspielung:

Trio Contraste: CD Sonnengesang

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